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Was ist MIDI? - MIDI-Kanäle und -Modi

Über die eine Leitung, aus der eine MIDI-Verbindung von einem Sender zu einem Empfänger besteht, kann nun der Sender dem Empfänger mitteilen, dieser möchte doch mal den Ton Nummer x mit der Lautstärke y einschalten. Auf diese Weise erzeugt der Empfänger dann (hoffentlich) einen Klang. So weit, so gut, in den meisten Musikstücken werden jedoch zahlreiche Klänge gleichzeitig benötigt, z. B. Melodie- und Nebenstimmeninstrumente, Begleitinstrumente, Bass und Schlagzeug, die ein modernes Keyboard auch alle gleichzeitig erzeugen kann. Da man nun aus nahe liegenden Gründen nicht für jedes einzelne Instrument ein separates Steuerungskabel verwenden will, beinhaltet MIDI die Möglichkeit, über ein einziges Kabel bis zu 16 verschiedene Instrumente gleichzeitig zu steuern. Man kann sich das so vorstellen, als wenn das eine Verbindungskabel aus 16 parallelen Leitungen besteht, den sogenannten MIDI-Kanälen, die intern in einem Keyboard dann auf die einzelnen Tonerzeuger verteilt werden. Jeder dieser Tonerzeuger kann dann mit seinem eingestellten Klang eine bestimmte Anzahl von Tönen gleichzeitig wiedergeben. MIDI-Befehle enthalten somit nicht nur dem Befehl selbst ("Schalte einen Ton ein"), sondern zusätzlich auch noch eine Information darüber, auf welchem Kanal dieser Befehl gültig ist, d. h. über welche der imaginären Einzel-Leitungen der Befehl gesendet werden soll, um auch den richtigen Tonerzeuger beim Empfänger anzusprechen.  
Bei Verkabelung mehrerer Instrumente können somit auch die einzelnen Geräte separat gesteuert werden, obwohl dazu nur eine Verbindungsleitung erforderlich ist. Jeder einzelne Empfänger muss dann auf "seinem" speziellen Kanal lauschen und die anderen ignorieren. Da jedoch Daten über eine Leitung nur nacheinander (seriell) fließen können, wäre ein umfangreiches MIDI-System dieser Art bald überlastet, wenn es wegen hohen Datenaufkommens zu einem "Datenstau" kommt. MIDI ist eben hinsichtlich seiner Geschwindigkeit bereits sehr in die Jahre gekommen. Obwohl es zwar neue und schnellere MIDI-Normen gibt, konnten sich diese bisher nicht durchsetzen.
Es gibt nun verschiedene Betriebszustände, in denen ein Gerät MIDI-Daten empfangen kann:
  • MODE 1: OMNI ON, POLY - Daten werden auf allen Kanälen empfangen und wiedergegeben. Zu beachten ist hierbei, dass bei jedem Gerät die Anzahl der gleichzeitig wiedergebbaren Töne begrenzt ist (\maximale Polyphonie").
  • MODE 2: OMNI ON, MONO - Daten werden auf allen Kanälen empfangen, es wird aber jeweils ein einziger Ton wiedergegeben (Monophonie).
  • MODE 3: OMNI OFF, POLY - Daten werden nur auf einem eingestellten MIDI-Kanal empfangen. Dieser Modus wird benötigt, wenn ein Sender verschiedene Empfänger ansprechen soll.
  • MODE 4: OMNI OFF, MONO - Daten werden nur auf einem eingestellten MIDI-Kanal empfangen. Pro Kanal wird dabei allerdings nur jeweils ein Ton erzeugt.
Die Bezeichnung dieser Modi sind nicht von allzu großer Bedeutung. In den meisten Fällen wird man im polyphonen Modus arbeiten, da die meisten Endgeräte mehrere Stimmen gleichzeitig wiedergeben können. Der Omni-Schalter wird benötigt, um im einem MIDI-System für einen Empfänger einzelne Kanäle herauszufiltern. In den meisten großen Musikprogrammen geschieht diese Einstellung in der Regel dadurch, dass man im Eingangsbereich entweder einen speziellen Kanal einstellt, oder "alle" Kanäle auswählt, die das Programm dann empfängt und aufzeichnet.
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