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Was ist MIDI? - Die MIDI-Events / Kanalbezogene Events

Ein "Event" ist ein Ereignis. Hinsichtlich eines MIDI-Systems entsteht ein Event, wenn an irgendeinem Gerät z. B. eine Taste gedrückt oder ein Schalter betätigt wird. In diesem Fall sendet das Gerät auf dem eingestellten Kanal ein Datenpaket aus, das das Event symbolisiert. Dieses Datenpaket kann nun verschiedene Informationen enthalten, die im Folgenden erläutert werden.  
a) Kanalbezogene Events:
Note on / Note off
Die häufigsten Informationen, die über eine MIDI-Verbindung laufen, betreffen das Drücken (Note on) und Loslassen (Note off) von Tasten. Ein angeschlossener Empfänger kann nun diese Informationen als Befehl auffassen, einen Klang in bestimmter Tonhöhe ein- oder auszuschalten. Dazu sind in den Note on / Note off - Datenpaketen noch weitere Informationen enthalten: die Nummer der gedrückten Taste (entsprechend der Tonhöhe), die Anschlagstärke, mit der die betreffende Taste gedrückt oder losgelassen wurde, sowie die Kanalnummer, über welche das Paket gesendet werden soll.
ProgramChange
Ein Programmwechsel-Datenpaket enthält eine Klangnummer. Jedes elektronische Musikinstrument enthält eine mehr oder weniger große Anzahl an Klängen ("Voice", "Sound", "Tone"), die normalerweise am Gerät mittels entsprechender Tasten eingestellt werden können. Empfängt ein Gerät nun über eine MIDI-Verbindung ein ProgramChange-Datenpaket, so kann es dieses als Befehl auffassen, für eine seiner internen Stimmen entsprechend dem übermittelten Kanal einen bestimmten Klang einzustellen. Die darauf folgenden Note on / Note off - Daten werden dann, sofern sie über denselben Kanal gesendet wurden, mit diesem Klang wiedergegeben.
BankSelect
MIDI kann aufgrund der inneren Struktur seiner Datenpakete nur Daten im Bereich von 0 bis 127 übertragen. Somit könnte man mit einem einfachen Programmwechsel-Befehl auf einem angeschlossenen Gerät nur maximal 128 Klänge anwählen. Moderne Keyboards bieten aber eine weitaus höhere Anzahl von Klängen, an die bei der Entwicklung von MIDI auch bereits gedacht wurde. Die Keyboard-Hersteller organisieren daher ihre Klangnummern in sogenannten "Bänken", wobei jede Bank für sich 128 Klänge aufnehmen kann. Mithilfe von BankSelect-Befehlen können nun 128 * 128 Bänke zu je 128 Klängen angesprochen werden, das ergibt eine Anzahl von 2.097.152 einstellbaren Klängen, was für zukünftige Instrumente sicher noch eine Weile ausreichen dürfte. Die Organisation der einzelnen Klänge in den Bänken ist herstellerspezifisch und funktioniert bei jedem Keyboard etwas anders. Eine gewisse Vereinheitlichung bieten die MIDI-Erweiterungen GM (GeneralMIDI), XG (von Yamaha) und GS (von Roland), Ausstattungsmerkmale, die man beim Keyboard-Kauf berücksichtigen sollte, um bei verschiedenen Geräten in einem MIDI-System nicht in einem Klang-Tohuwabohu unterzugehen.
AfterTouch
Viele größere Keyboards bieten die Möglichkeit, Vibrato, Klangeffekte, Lautstärke und andere Veränderungen eines Klangs durch den Druck zu regeln, der nach dem ursprünglichen Anschlagen einer Taste auf diese noch zusätzlich ausgeübt wird. Dieser Effekt wird als AfterTouch, ("Nachdruck") bezeichnet und kann ebenfalls in Form von MIDI-Daten übertragen werden. Ob mit diesen Daten dann ein angeschlossenes Gerät etwas anfangen kann, ist fraglich; die meisten einfacheren Geräte, die in einem MIDI-System als Empfänger fungieren, werden derartige Befehle sicherlich ignorieren.
PitchBendChange
Der Pitch-Bender ist ein Rad oder ein Hebel am Keyboard, mit dem man die Tonhöhe während des Drucks auf eine Taste verändern kann. Bei entsprechender Betätigung werden nun über MIDI die zugehörigen Daten abgesetzt. Zu beachten ist hierbei, das die Datenauflösung recht hoch ist, sodass selbst bei kleineren Bewegungen bereits eine Menge an Daten anfallen, was die MIDI-Übertragung stark belastet.
Controller
Bei den verschiedenen Keyboards kann über Controller-Befehle eine mehr oder weniger große Anzahl von Klangeigenschaften geändert werden. Oft ist es gerade so, dass bestimmte Änderungen ausschließlich über MIDI möglich sind und über das Bedienfeld des Keyboards nicht eingestellt werden können. Die wichtigsten Controller sind Modulation, Portamento (Gleiten von einem Ton zum anderen), Lautstärke, Panorama (Position des Klangs im Stereo-Bild), Tremolo, Chorus, Nachhall (Reverb) und Grundstimmung des Instruments. Daneben gibt es auch Controller, die nur für ein bestimmtes Gerät vorgesehen sind (Non-Registered Parameter).
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